Krankenversicherungen - Schweiz

Die Prämien 2010 sind bekannt

September 28th, 2009

Neues aus dem Bundeshaus: Der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) angekündigte Aufschlag von bis zu 15 Prozent fällt mit einem durchschnittlichen Wert von knapp 9 Prozent erfreulich tief aus. Unterschiede sind regional bedingt und neben Versicherten mit hoher Franchise trifft es im kommenden Jahr auch die Jugendlichen bis 26 Jahre.

In der Grundversicherung dürfen Krankenkassen das Alter der Versicherten nur im eingeschränkten Masse berücksichtigen. Im unserem Lexikon steht dazu:

Bei der Berechnung der Prämie in der Grundversicherung dürfen die Krankenkasse drei Einteilungen vornehmen: Kinder bis 18 Jahre, junge Erwachsene bis 26 Jahre und Erwachsene ab dem 26. Lebensjahr.

Die Risiken innerhalb dieser drei Gruppen können unterschiedlich bewertet werden. In der Regel werden für Kinder familienfreundliche Tarife angeboten, während Jugendliche ebenfalls mit tieferen Prämien angelockt werden, weil sie als gesund gelten und eher selten zum Arzt gehen. Dieser Umstand scheint sich aber geändert zu haben. Im Gegensatz zu den Erwachsenen, die mit einer durchschnittlichen Erhöhung von 8,8 Prozent zu rechnen haben, steigen die Prämien für junge Erwachsene im Schnitt um 14 Prozent.

Von teuren Kassen und günstigen Kassen

Die Prämienunterschiede für Erwachsene Personen sind teilweise eklatant: ein Versicherter im Kanton Zürich zahlt bei kleinster Franchise bei der Supra 564 Franken Monatsprämie, während er bei der Groupe Mutuel mit 325 Franken im Monat zu stehen kommt. Die Supra verlangt pro Jahr also über 2′800 Franken mehr als die günstigste Kasse – bei genau gleicher Leistung notabene.

Hier eine Übersicht der höchsten und tiefsten Prämie des jeweiligen Kantons. Berechnet wurde die Prämie für eine erwachsene Person die eine Franchise von 300 Franken gewählt hat, keine HMO oder ähnliche Modelle, abgeschlossen hat,  die Unfalldeckung eingeschlossen hat und jeweils in der jeweiligen Hauptstadt des Kantons wihnhaft ist.

AG: Galenos 266 Franken / SKBH 380 Franken
AI: Assura 220 Franken / Sanitas 282 Franken
AR: EGK 229 Franken / CSS 318
BE: CM 364 Franken / SKBH 490 Franken Franken
BL: Hermes 308 Franken / Sympany 420 Franken
BS: Assura 354 Franken / Helsana 558 Franken
FR: Sanagate 305 Franken / Helsana 391 Franken
GL: Aquilana 247 Franken / Wincare 364 Franken
GR: Assura 260 Franken / CSS 359 Franken
JU: Assura 312 Franken / Wincare 489 Franken
LU: EGK 256 Franken / Visana 425 Franken
NW: Aquilana 205 Franken / Visana 291 Franken
OW: Aquilana 217 Franken / KPT 331 Franken
SG: Galenos 274 Franken / Visana 384 Franken
SH: Assura 276 Franken / Visana 394 Franken
SO: Provita 274 Franken / Progrès 363 Franken
SZ: Aquilana 243 Franken / Visana 384.20 Franken
TG: Sanagate 274 Franken / Helsana 365 Franken
UR: Progrès 235 Franken / Helsana 319 Franken
VS: CM 263 Franken / Visana 368 Franken
ZG: EGK 237 Franken / Helsana 324 Franken
ZH: Groupe Mutuel 325 Franken / Supra 564 Franken

Es ist deshalb ungemein wichtig, dass man sich auch in diesem Jahr über die aktuellen Prämien in seinem Wohnort informiert. Hat man vor zwei, drei Jahren in die günstigste Krankenkasse gewechselt kann es gut sein, dass diese Kasse heute zu den teureren gehört.

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