Franchise
Erklärung:
Die Franchise in der Grundversicherung beträgt für Kinder bis 18 Jahre 0 Franken, für Erwachsene mindestens 300 Franken pro Jahr. Das bedeutet, dass die ersten 300 Franken die durch Arztbesuche oder Therapiemassnahmen verursacht werden vom Versicherten selber bezahlt werden müssen. Wie diese gegenüber der Krankenkasse verrechnet werden ist unterschiedlich. Einige Kassen verlangen die laufende Einreichung sämtlicher Belege, andere wiederum erwarten die Einsendung erst, wenn der Franchisebetrag überschritten wird. Die meisten Krankenkassen erwarten, dass Rechnungen bezahlt werden und der Beleg zur Abrechnung eingereicht wird. Bei hohen Beträgen oder garantierten Leistungen kann es sein, dass die behandelnde Stelle die Rechnung direkt an die Krankenkasse schickt.
Die Franchise kann auch erhöht werden, wodurch bei den Prämien Einsparungen bis zu 40% möglich sind. Die möglichen Franchisen-Stufen für Erwachsene in Franken: 300, 1'000, 1'500, 2'000, 2'500. Die höchstmögliche Einsparung wird vom Bund auf 1'760 Franken pro Jahr festgelegt. Auch für Kinder kann eine Wahlfranchise bestimmt werden. Das Spektrum reicht in Hunderterschritten bis 600 Franken, wodurch maximal 480 Franken gespart werden können. Die Krankenkassen sind jedoch nicht verpflichtet alle Stufen anzubieten und auch der gewährte Rabatt kann von Kasse zu Kasse unterschiedlich sein. Für Zusatzversicherungen werden sowohl franchisenfreie Produkte angeboten, wie auch solche, bei denen durch eine freiwillige Franchise eine Prämienreduktion winkt. Siehe auch Prämie, Selbstbehalt und Kostenbeteiligung bei Spitalaufenthalt. Weitere Sparmöglichkeiten finden Sie in den Artikeln „Wertvolle Spar-Tipps“ und „Der Profi-Spartipp“
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